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Revitalisierung Lanzendorfer Mühle
Lanzendorf ist ein typisches Weinviertler Straßendorf. Die denkmalgeschützte ehemalige Mühle befindet sich etwa in der
Mitte des Ortes auf der nördlichen Straßenseite. Das Gebäude gliedert sich in zwei Teile, den Wohnteil mit straßenseitiger barocker Giebelfassade ca.1760 erbaut und den ehemaligen Betriebsteil im rechten Winkel dazu
errichtet.
Im Dachgeschoß des mittleren Betriebsgebäudes sollten ein großer Wohnraum und darunter Räume für eine
Kinderfacharztordination errichtet werden. Für diese Ordinationsräume standen südseitig nur zwei je 1x3 m große Flächen für die Belichtung zur Verfügung, da die nördliche Außenwand an Nachbargebäude grenzt. Es gab
an dieser Seite keine Möglichkeit mit Fensteröffnungen die Räume zu belichten. Das 1970 sanierte Erdgeschoß des Wohngebäudes sollte für die privaten Räume und für eine zweite Wohneinheit nur geringfügig adaptiert
werden.
Sämtliche Fassaden waren zu sanieren, die Fenster des Gebäudes mußten getauscht werden und die Gartenbereiche
waren vor Straßenlärm zu schützen. An der Ostseite des Wohngebäudes wurde das in den Nachkriegsjahren zugeschüttete Kellergeschoß wieder freigelegt und man erreicht von dort die Ordinationsräume. An der Westseite
wurde ein neuer Eingang in die Wohnung errichtet. Hauptintervention war der Einbau eines neuen Stahlbetonbaukörpers in das barocke Gebäude an der Schnittstelle zwischen langem Straßentrakt und hinterem Quertrakt in
Form einer unabhängigen räumlichen Struktur mit Stiegenaufgang. Die Eingangshalle, der große Wohnraum im Dach und die Ordination werden mit zwei je 20 m2 großen Dachverglasungen zusätzlich belichtet.
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