Erweiterung Bundesamtgebäude Hetzgasse

 

Das Projekt sieht einen Totalabbruch des bestehenden Dachgeschosses vor und die Neuerrichtung von zwei Dachgeschossen in hochwertiger, technologisch und bauphysikalisch technisch hervorragender Bauweise mit hohem industriellen Vorfertigungsgrad.

 

Die in den Plänen dargestellte Variabilität in der Möblierung vom Zellenbüro bis zum Großraumbüro wird durch die völlig freie Tragkonstruktion von Stützen und punkt-gelagerten Decken erreicht.

Verglasung und Vollpanelflächen der Außenhaut garantieren optimale Lichtverhältnisse bei gleichzeitig gutem Raumklima und werden nach dem Prinzip der passiven Sonnenenergienutzung konzipiert.

 

Nach Augenscheinprüfung ist der Altbestand des Hauses in gutem Zustand. Massive Wände und Pfeiler ohne sichtbare Risse lassen auf gute Fundierungsverhältnisse schließen. Somit ist die Verträglichkeit für minimierte Mehrbelastung durch einen 2-geschoßigen Dachausbau gegeben. Die durch den Ausbau zu erwartende Erhöhung der Belastung von Mauern und Fundamenten von ca 8 % sollte daher problemlos ohne baulichen Aufwand am Bestand möglich sein.

 

Das Baukonzept sieht vor, dass die bestehenden Stiegenhäuser weitergeführt werden und ein bzw. zwei Stützenreihen auf die Mittelmauern aufgesetzt werden. Auf die ursprünglichen Drempelmauern mit dem großen Hauptgesimse, welches vollständig erhalten bleibt, werden Stahlrahmen-Stützen aufgelagert. Diese sind brandschutzmäßig F90 ummantelt.

 

Die beiden neuen Decken als punktgestützte Ortbetonplattendecken in 24 cm Stärke erbringen die technisch statisch erforderliche Queraussteifung zu Wandscheiben und  deckengleichen Stabilisierungsrahmen zur Wind- und Erdbebenaussteifung. Gleichzeitig gewinnt man dadurch bauphysikalisch erforderliche Speichermasse zur Verbesserung des Raumklimas und hohe Luftschalldämmwerte.

 

Fassadenstützen im Abstand von 1,50 m bringen eine gleichförmige Stützung  der Deckenränder und tragen die Schrägfassade mit schlankem Erscheinungsbild zwischen den Fensterelementen. Dieser Teilungsraster gestaltet eine flexible Grundrissgestaltung hinsichtlich der Anordnung der Trennwände.

Innenliegende Räume, besonders eventuelle Edv-Rechnerräume werden mechanisch be- und entlüftet mit Wärmerückgewinnung.

 

Die Raumkühlung der Dachgeschosse erfolgt durch eine Kühldecke (in der Betondecke eingelegte Kunststoffrohre), die eine Grundlastkühlung ermöglichen.